Das Landgericht Duisburg hat mit Urteil vom 29.06.2012 (Az. 10 O 224/11) einem Anleger der Kommanditgesellschaften „MS Santa Laetitia und Santa Liana“ Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung gegen die Targobank zugesprochen, weil der Berater der Bank den Anleger nicht über die an die Bank geflossenen Rückvergütungen aufgeklärt hatte. Das Urteil hat Bedeutung über den Einzelfall hinaus, da dem Kläger im Beratungsgespräch – wie vielen Citibank-Kunden auch – eine gesonderte „Erklärung zum Verkaufsgespräch“ zur Unterschrift vorgelegt wurde, in der im Kleingedruckten darauf hingewiesen wurde, dass die Citibank „nur als Vermittlerin Geschlossener Fonds tätig ist und dafür eine Provision erhält“. Das Landgericht sah darin – zu Recht – keine hinreichende Aufklärung darüber, dass die volle Höhe des Agios an die Citibank als Vertriebsvergütung zurückfloss. Aus diesem Grunde konnte die Kenntnisnahme des Schriftstücks ebenso wenig die kenntnisabhängige Verjährungsfrist von 3 Jahren in Gang setzen.

Die Citibank hat davon abgesehen Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Entscheidung ist somit rechtskräftig. Sie kann vielen Citibank-Geschädigten Hoffnung auf Rückabwicklung ihrer desaströsen Schiffsfonds-Beteiligungen machen.