Die Taunus Sparkasse muss einem Kunden rund 19.000 Euro Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung zahlen. Das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt a.M. im Berufungsverfahren mit dem am 16.03.2015 verkündeten Urteil (Az. 23 U 112/14).

Geklagt hatte ein Mandant der Düsseldorfer Bankrechtskanzlei mzs Rechtsanwälte, der sich an der Schifffahrts-Gesellschaft „Merkur Gulf“ mbH & Co. KG  (Hannover Leasing 169) mit einer Anlagesumme in Höhe von USD 25.000,- beteiligt hatte. Mit der Klage, die insbesondere auf den Vorwurf einer unterbliebenen Aufklärung über den Erhalt von Rückvergütungen seitens der Taunus Sparkasse gestützt war, begehrte er die Rückzahlung des investierten Kapitals. Der Kläger hatte im Rahmen seiner Anhörung vor dem Landgericht Frankfurt unumwunden eingeräumt, dass er die Sparkasse wohl nicht gerichtlich in Anspruch genommen hätte, wenn der Fonds keinen Verlust erzielt hätte. Das Landgericht Frankfurt legte diese Aussage zum Nachteil des Klägers aus und wies die Klage ab.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hob das Urteil nunmehr auf und stellte sich auf den Standpunkt, dass aus der Klagemotivation nicht (zwingend) Rückschlüsse darauf gezogen werden können, wie ein Anleger sich bei ordnungsgemäßer Provisionsaufklärung bei Erwerb der Beteiligung verhalten hätte.

mzs-Rechtsanwalt Alexander Fuxman, der den letzten Endes siegreichen Mandanten vertrat: „Das Oberlandesgericht Frankfurt gelangt unter konsequenter Anwendung der Kickback-Rechtsprechung des BGH zu einem Urteilsspruch, der sowohl im Ergebnis als auch in der Begründung vollumfänglich zu überzeugen vermag. Im Einklang mit der Rechtsprechung des BGH (XI ZR 418/13) misst das OLG Frankfurt völlig zu Recht der späteren Klagemotivation keine Bedeutung bei.“

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da theoretisch noch eine Beschwerde zum Bundesgerichtshof möglich ist.

 

Betroffene Anleger können sich zur Überprüfung möglicher Rechtsansprüche gerne an unsere Kanzlei wenden. Ansprechpartner ist Rechtsanwalt Dr. Thomas Meschede, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.

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