mzs Finanzmarktrecht

Kompetent im Bank- und Kapitalmarktrecht

Der Gesetzgeber hat das Widerrufsrecht bei Altverträgen im Sommer 2016 abgeschafft. Fast alle der bis zum 10.06.2010 geschlossenen Darlehensverträge sind daher jetzt nicht mehr widerrufbar. Was die meisten aber nicht wissen: Verbraucherkreditverträge, die nach dem 11.06.2010 abgeschlossen wurden, können auch heute häufig noch widerrufen werden. Die Karten werden neu verteilt. weiter lesen

Die Fondsverwaltung der sich mittlerweile in Liquidation befindlichen GSI Triebwerke Drei GmbH & Co. KG hat den Gesellschaftern mit Rundschreiben vom 27. Oktober die geplante Vorgehensweise im Rahmen der Liquidation mitgeteilt. Nach dem Verkauf sämtlicher Triebwerke sollen die Anleger lediglich 10 % ihres eingesetzten Kapitals zurück erhalten. Ihr nominaler Verlust beliefe sich sodann auf ca. 66 %. Nicht abschließend geklärt ist jedoch die Frage, ob die Anleger auf Rückzahlung erhaltener Ausschüttungen in Anspruch genommen werden können. Wenn ja, wird der Verlust noch größer ausfallen. weiter lesen

Der Bundesgerichtshof setzt den Banken in der kürzlich veröffentlichten Begründung zu seinem Urteil XI ZR 564/15 beim Streit um den Widerruf von Verbraucherdarlehensverträgen deutliche Grenzen. Für Verbraucher, die ihren Widerruf mithilfe des Widerrufsjokers durchsetzen wollen, ist das Urteil Wasser auf den Mühlen.

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Pascal John

Am 1. September wurde vom Amtsgericht Hamburg das Insolvenzverfahren in Sachen Magellan eröffnet. Etwa 9000 Privatanleger haben bei Magellan rund 350 Millionen € angelegt. Während die Anleger glaubten, sie werden rechtmäßige Eigentümer der vermieteten Container, ist der Insolvenzverwalter diesbezüglich unsicher und hat hierzu ein Gutachten eingeholt. Bis Gerichte diese Frage rechtsverbindlich geklärt haben, wird wohl einige Zeit vergehen. Die Anleger sollten so lange allerdings nicht untätig bleiben.

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Nach weit überwiegender Auffassung in der juristischen Literatur sind die Schadensersatzansprüche von VW-Aktionären wegen verspäteter Ad-hoc-Mitteilung zum Abgasskandal noch nicht verjährt.

Die Falschmeldung:

Vielfach war in den letzten Wochen vom angeblichen Ablauf der Verjährungsfrist für die Schadensersatzansprüche geschädigter VW-Aktionäre zum 18.09.2016 zu lesen. Die Medienberichte stützten sich auf eine lautstark vertretene Meinung, wonach eine einjährige Verjährungsfrist ab Bekanntwerden des Abgasskandals am 18.09.2015 gelten würde. Hiervon seien alle Aktionäre betroffen, die Aktien vor dem 10.07.2015 erworben hätten, da bis zu diesem Tage die alte Verjährungsregel (§ 37 b Abs. 4 WpHG) gegolten hatte. Manche Medien gingen gar soweit, dass sie eine drohende Verjährung für sämtliche VW-Aktionäre postulierten. weiter lesen